10. Oktober 2017

Aktuelle Herausforderungen in der Intralogistik

von Christian Beer

Die Effizienzsteigerung in der Wertschöpfung war das große Thema der vergangenen Jahre. Die Produktionsprozesse wurden bis ins Letzte optimiert. Vernachlässigt wurde hingegen die Intralogistik, zudem wurden die beiden Königreiche Produktion und Logistik getrennt behandelt.

Dabei dreht sich die Welt immer schneller. Gekauft wird mittlerweile ebenso regelmäßig im Onlineshop wie im stationären Handel. Konsumenten wollen nicht mehr Ware von der Stange, sondern Unikate, ihre ganz individuellen Produkte. Hinzu kommt das Bedürfnis, jederzeit und überall virtuell einzukaufen. Das veränderte Konsumverhalten überwindet die traditionell wahrgenommenen Grenzen der Verfügbarkeit von Produkten.

zumtobel-lean-logisitics

 Effiziente Intralogistik: Im Idealfall schmelzen Produktion und Logistik zu einer Einheit zusammen.

 

Lieferzeiten verkürzen sich drastisch

Was heute bestellt wird, sollte am besten heute noch beim Endkunden ankommen. Branchen, in denen früher eine Lieferzeit von 48 Stunden ausreichend war, wird heute Same-Day-Delivery vorausgesetzt. Der Autokäufer wartet nicht mehr ein halbes Jahr auf sein neues Auto, sondern sein Auto rollt schon kurze Zeit nach Bestellung vom Band – und das maßgeschneidert.

Das führt dazu, dass die Variantenvielfalt explodiert und die Losgrößen immer kleiner werden bis hin zur Losgröße 1.

Das sind die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft. Und eben diese Herausforderungen sind für alle Branchen dieselben, egal ob Automobil- oder Zulieferindustrie, ob für sonstiges produzierendes Gewerbe (Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik, Lebensmittel, Medizin und Healthcare, etc.) oder im Retail.

 

Prozesssicherheit als Voraussetzung

Für die Intralogistik heißt dies, mit einer hundertprozentigen Verfügbarkeit eine enorme Leistung bereitzustellen, was eine hohe Geschwindigkeit und eine hohes Maß an Prozesssicherheit voraussetzt.

In Anbetracht dessen, ist es umso wichtiger eine smarte Logistik aufzubauen. Hier liegt die Herausforderung darin, nicht einen aufgeblähten Logistikapparat zu konstruieren, sondern einen leane, verschwendungsarme Logistik aufzubauen – wenn möglich schnittstellenlos mit einem durchgehenden System, das gewährleistet, dass keine Insellösungen entstehen, sodass die Türe zum One-Piece-Flow aufgestoßen werden kann.

Darüber hinaus werden durch eine schnittstellenlose Intralogistik entlang der gesamten Wertschöpfungskette Produkt- und Produktionsdaten in Echtzeit verfügbar, Suchzeiten entfallen, die Feedbackschleifen werden kürzer, wodurch die Qualität in den Prozessen steigt.

Wo Produktion und Logistik zu einer Einheit verschmelzen, dort ist die Basis für Lean Logistics gelegt.

Mehr Informationen über innovative Materialflusstechnik finden Sie in diesem Beitrag : Effizientere Produktionslogistik durch innovative Materialflusstechnik 

 

Teilen

Blog abonnieren